Es freut mich, dass ich Petra, eine ehemalige Kursteilnehmerin, die sich mit ihrer Motivmanufaktur selbständig gemacht hat, heute in einem Interview näher vorstellen darf.

Sie hat ihr Gewerbe neben Familie und Job gestartet und bereits einige wertvolle Erfahrungen gemacht. Einige Tipps gibt sie hier weiter:

Hallo Petra, vielen Dank, dass Du Dir die Zeit für dieses Interview nimmst. Wir kennen uns ja schon eine Weile – würdest Du Dich den Lesern hier im Blog  kurz vorstellen?

Ja, gern 🙂 ich bin 40 Jahre, habe Mann und 2 Kinder, einen schönen großen Nähkeller und eine Brother Innovis 1500. Seit der späteren Schulzeit nähe ich, von Jogginghose bis Abendkleid war alles dabei. Das Sticken mit der Maschine fand ich schon immer faszinierend und vor knapp 2 Jahren habe ich mir endlich meine Maschine gegönnt! Dann bin ich im Internet auf die Kurse von Stick-Tutorials.de gestoßen. Seitdem lerne ich mit Deiner Hilfe immer mehr über Embird und das Sticken, ich könnte den ganzen Tag in meinem Keller verbringen, wären da nicht die erwähnten anderen Familienmitglieder…

Du bist mit Deiner “Motivmanufaktur” selbständig. Wann hast Du damit begonnen und warum?

Ich habe mein Gewerbe im Sommer 2012 angemeldet, hauptsächlich um legal gegen Bezahlung einzelne Digitalisierungsaufträge annehmen zu können. Dann habe ich mir gedacht, dass ich meine Geschäftsidee auch etwas weiter fassen könnte und bin jetzt dabei, auch meinen Shop zu füllen.

Wie bist Du auf den Namen “Motivmanufaktur” gekommen?

Ich habe mich mehrere Tage hingesetzt und mit vielen Wörtern  in Gedanken gespielt und bin schließlich auf die Kombination von Motiven und feiner Handarbeit gekommen. Ich durfte ja Deine Kurse zum Thema Kreativ Selbstständig  lesen und habe dort viele Tipps und Denkanstöße dafür bekommen.

Wo bist Du mit Deinem Business überall im Internet aktiv? Ich habe gesehen, Du hast einen Dawanda-Shop und einen Blog. Habe ich etwas übersehen?

Ich habe mir die Domain motivmanufaktur.de registrieren lassen, von dort geht es zu meinem Blog und bei DaWanda ist mein Shop. Auch bei etsy bin ich angemeldet, aber dort bin ich noch nicht aktiv.

In Deinem Dawanda-Shop verkaufst Du ausschließlich Stickdateien und Ebooks. Wo liegen für Dich die Vorteile beim Verkauf digitaler Güter, also Waren, die man nicht in einen Karton packen und zur Post bringen muss?

Zur Zeit ist es für mich günstiger, an meinen Stickdateien und EBooks zu arbeiten und diese zu verkaufen, sobald sie fertig und getestet sind. Auf Bestellung zu produzieren wäre momentan im Tagesablauf schwierig unterzubringen. Aber ich verkaufe auch fertige Produkte, allerdings nicht über DaWanda.

Du konntest schon ein wenig digitalisieren, als Du meinen Digitalisierungs-Kurs besucht hast. Wie lange hat es bei Dir gedauert, bis Du Stickdateien “marktreif” digitalisieren konntest?

Ich hatte nach dem Kauf meiner Maschinen nur eine sehr kurze Embird Einführung im Internet gefunden und mich da durch gearbeitet, aber mit der fehlten einfach die richtigen Hintergrundinformationen. Dann habe ich Deine Kurse gefunden und damit jede Menge Unterstützung im Forum und durch Dich. Dadurch ging es dann innerhalb eines halben Jahres richtig gut voran.

Du betreibst Deine Motivmanufaktur nebenberuflich. Wie bekommst Du Job, Deine zwei Kinder und Deine Familie und die Selbständigkeit unter einen Hut? Hast Du einen Tipp für andere Frauen in einer ähnlichen Situation?

Das ist tatsächlich nicht immer einfach, aber der Haushalt muss nicht perfekt sein, Job und Kinder sind natürlich wichtig und mein Mann ist verständnisvoll 😉 dann geht es.

Inzwischen habe ich etwas mehr Routine gewonnen, es ist nach dem Start eines Gewerbes schon ziemlich viel zu bedenken und zu erarbeiten, Rechtliches, Internetauftritt, Gestaltung von Anleitungen und Vorlagen, die ToDo Listen nehmen scheinbar kein Ende. Seit Kurzem habe ich das Gefühl, ich habe mich da etwas “freigeschwommen” und kann mich auf die vielen Ideen konzentrieren, die noch in meinem Kopf herumgeistern.

Mein Tipp ist, sich auf jeden Fall einer Gruppe Gleichgesinnter anzuschließen, damit man mit Sorgen und Fragen nicht allein dasteht und sich früh um Internetauftritt, Design und verkaufsfertige Produkte zu kümmern.

Was war das Schwierigste beim Start in die Selbständigkeit?

Überhaupt den ersten Schritt zu wagen, das Gewerbe anzumelden, danach die vielen Fragen zu rechtlichen Dingen, Mitgliedschaften, was kann alles auf einen zukommen. Klar, man kann sich für viel Geld beraten lassen, aber genau dieses Geld soll ja erstmal verdient werden.

Und was war bisher das Tollste?

Der erste Artikel im Shop und die ersten Blogleser, die ich nicht persönlich kannte… und sobald der erste Artikel bei DaWanda verkauft ist, köpfe ich einen Sekt!

Wenn Du zurückblickst – gibt es einen guten Tipp, den Du gerne zu Beginn Deiner Selbständigkeit gehabt hättest?

“Informier Dich, aber lass Dich nicht verrückt machen”

 Danke Petra, für dieses Gespräch. Ich wünsche Dir auch weiterhin viel Erfolg.