Archiv für die Kategorie „Anregungen“
Rosige Zeiten für’s Monster
Heute habe ich ein Bommeltuch genäht – und das war wie geschaffen für’s Monster:

Bommeltuch
Anleitung z.B. von hier, Stickdatei für’s Monster von hier.
Geau das richtige für kühle Sommertage!
Schnäppchen-Buchtip!
Diese tolle Buch gibt es derzeit als Restexemplar bei Amazon für 8,99 € statt ehemals 23,50 €. Ich habe mir ein Exemplar bestellt und bin total begeistert!
Es werden sowohl historische als auch zeitgenössische Taschen vorgestellt, man erhält viele Tips zum Gestalten, Designen und Umsetzen, aber keine konkreten Projekte oder Schnittmuster. Genau mein Geschmack – voller Ideen und Inspirationen. Und für den Preis doppelt toll!
Muß eine Stickmaschine eigentlich immer sticken
oder darf sie auch einfach mal “nur” nähen?
Angefangen hat alles damit, daß ich Visitenkarten-Etuis brauchte. Und die nähe ich natürlich selbst, keine Frage. Solche Etuis sind einerseits klein und anderseits müssen sie exakt gearbeitet werden, weil ja die Vistenkarten genau in die Fächer passen sollen, ohne daß sie zu strack oder zu labberig darin zu liegen kommen.
Exaktes Arbeiten ist also gefragt. Und wer kann das besser als ich? Meine Stickmaschine!
Sie näht mit großer Exaktheit (und mit großer Geduld
) immer genau 110.2 mm x 145.4 mm Etuis.
“In the Hoop” bedeutet übrigens, daß das Etui nahezu komplett im Rahmen der Stickmaschine gearbeitet wird – lediglich die Wendeöffnung müssen Sie nachher mit einer Nähmaschinennaht verschließen.
Diese Stickdatei ist gedacht, um schöne Stoffreste zu verwerten. Das Etui wird nicht mit einer Stickerei verziert sondern lediglich “genäht”. Sie können aber den Stickprozeß unterbrechen und ein beliebiges Motiv auf die Außenseite sticken. Wie das geht, ist in der Anleitung erklärt.
Für diese In-the-Hoop-Stickdatei benötigen Sie einen größeren Rahmen als 10 x 10 oder 14 x 14 Zentimeter – die Außenmaße der Stickdatei sind 11,02 x 14,4 Zentimeter!
Übersicht Stickgarne
Für alle, die eine Übersicht über Stickgarne für Stickmaschinen suchen, gibt es hier eine Marktübersicht.
Bereits 2005 von der Zeitschrift TVP – Fachzeitschrift für Textilveredlung herausgegeben, ist sie immer noch aktuell. Wichtig aber: Einige der Garne sind reine Industriegarne und nicht in Handarbeitsgeschäften erhältlich.
Falls der Link oben nicht funktioniert oder falls Interesse an anderen Übersichten zum Thema besteht – hier klicken.
Fotos und ein Näh-Tip
Die Fotos von der “Werbeträger-Jacke” wollte ich ja noch nachreichen – hier sind sie:

Von hinten
und von vorne:

Vom Kontrast her nicht ideal – aber die Farben vom Shop sind halt lila, grau und weiß. Im letzten Jahr habe ich mir eine weiße Fleecejacke als Werbeträger bestickt. Da war der Kontrast besser, aber ich und eine weiße Fleecejacke, das geht irgendwie nicht gut zusammen. Jetzt ist die neue also grau – mal schauen.
Genäht habe ich zwischenzeitlich u.a. dieses kleine Täschchen, das etwa die Größe eines Schlamper-Mäppchens hat.

Die Anleitung ist von hier und wirklich gut zu verstehen (allerdings in Englisch…). Michelle bietet viele tolle Schnitte an, vielleicht gefallen sie außer mir noch jemandem?
Fertige Kleidungsstücke besticken
Fertige Kleidungsstücke besticken kann ein ganz schöner Nervenkitzel sein – schließlich hat frau genau EINEN Versuch. Wenn beim Sticken eines Buttons auf Filz was nicht klappt – kein Problem, dann wird halt nochmal gestickt. Und wenn etwas im wahrsten Wortsinne schief geht – noch weniger ein Problem, der Button wird ja eh aufgenhät und dabei kann man ihn drehen und wenden, wie man will.
Aber auf eine fertige Jacke – da muß es auf anhieb sitzen – gerade und in der Mitte bzw. genau da, wo es hinsoll.
Ich zeige hier mal, wie ich sowas mache. Ich besticke oft und gerne fertige Fleecejacken oder -westen. Die, die es hier zu sehen gibt, war eine besonders günstige – sie hat 4,50 € gekostet. Selbst wenn nun etwas schief liefe, wäre es also kein Weltuntergang. Ich bin eigentlich immer auf der Suche nach günstigen Fleecejacken – oft finde ich welche bei C&A, bei metro oder bei fegro. Und wer einen Gewerbeschein hat, der findet vielleicht das Angebot von Foxxshirts interessant.
Mein Weg ist sicherlich nicht der einzige, den man gehen kann – für mich funktioniert er aber prima.
Also: Entstehen soll eine “Werbeträger-Jacke” für mich
– der Schriftzug “Stickmuster-Shop” soll hinten auf den Rücken und links vorne auf die Seite.
Hinten geht’s los: Ich zeichne mir zunächst mit Schneiderkreide die Mittellinie ein, das ist hier ziemlich einfach, weil der Kragen eine Naht in der hinteren Mitte hat.

Dann zeichne ich willkürlich verschiedene Linien im rechten Winkel zur Mittellinie – geht gut mit dem Lineal, das man auf dem Foto sieht.

Dann drehe ich die Jacke um und klebe mit Sprühzeitkleber mein normales Stickvlies innen in die Jache – natürlich dahin, wo die Stickerei hin soll. Das Vlies schneide ich dazu lieber etwas großzügiger zu.

Ich drehe die Jacke nochmal und klebe auf die Außenseite mein Avalonvlies, weil auf Fleece die Stickerei zu versinken droht, wenn man kein Avalonfleece verwendet. Mehr Infos über Stick-Vlies(e) habe ich hier zusammengestellt.

Jetzt nehme ich die Jacke kurz weg von der Arbeitsfläche und richte den unteren Teil meines Rahmens an der Schneidmatte aus – irgendwie klappt es bei mir besser mit dem Einspannen, wenn ich das so mache…
Die Schraube drehe ich seeehhr weit auf – der Rahmen soll ja dickes Fleece und zwei Lagen Vlies aufnehmen!

Dann kommt die Jacke auf den unteren Teil des Rahmens

Und jetzt kommt der spannende Teil – der innere Rahmen muß so positioniert werden, daß er im unteren zu liegen kommt und gleichzeitig gerade ist und gleichzeitig da zu liegen kommt, wo die Stickerei hin soll. Hier helfen mir jetzt die gezeichneten Linien, die ich an den Markierungen des inneren Rahmens ausrichte – manchmal ist es trotzdem eine ganz schöne Popelei. (Noch schlimmer ist die Popelei bei mir aber, wenn ich die Vliese vorher NICHT festklebe, dann rutschen die auch noch hin und her… Ich nutze so wenig Sprühkleber wie’s nur geht – aber hier muß es sein.)

Wenn es dann endlich stimmt, drücke ich den inneren Rahmen in den unteren. Alles bleibt liegen, keiner rührt sich – ich klappe die Jacke und das Vlies nach oben, so daß ich an die Schraube komme, ohne die Jacke hochzuheben. Ich drehe die Schraube zu, ohne die Jacke anzuheben.
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Jetzt kommt der feierliche Moment – alles kommt in die Maschine:
WICHTIG: Nochmal genau checken, wie die Jacke im Rahmen liegt und ob die Stickerei richtigrum gestickt werden wird! Ggf. die Stickerei in der Maschine drehen, das geht meist sehr viel schneller, als die Jacke nochmal umzuspannen.
WICHTIG: Genau gucken, ob nichts von der Jacke unter dem Rahmen zu liegen kommt – diese Jacke hier hat einen dieser großen Funnel-Neck-Kragen und die lassen sich gerne am Rücken feststicken aus Versehen!
WICHTIG: Hier nochmal Gehirn einschalten – wierum ist die Jacke eingespannt? Wierum wird das Muster gestickt? Kann irgendetwas aus Versehen “angestickt” werden?
Ich habe an meiner Stickmaschine die großen Haarklammern liegen, mit denen ich die Jacke zusammenklammere – die Klammern gibt’s in jedem Drogeriemarkt für kleines Geld.

Nochmal nachdenken, nochmal unter den Rahmen fassen und erst dann den Stickprozeß starten.

Ha! Hat alles geklappt!

Genau so gehe ich dann vor, wenn ich das Vorderteil besticke – alles nochmal von vorn: Linien malen, Vliese festkleben, Jacke in den Rahmen einspannen, Jacke und Rahmen in die Maschine fuddeln, Gehirn einschalten, Sticken.

So – und hier müßte eigentlich das Foto von der fertigen Webeträgerjacke kommen – aber die dreht gerade ihre Runden in Waschmaschine, um das Avalonvlies auszuwaschen.
Fotos folgen – sorry.
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Bernina Artista und USB-Sticks – meine Erfahrungen
Stickmuster via USB-Stick auf die Stickmaschine zu übertragen ist cool – praktisch, bequem, der Rechner muß nicht mit der Maschine verbunden sein, kann irgendwo anders stehen.
Als ich meine Bernina kaufte, habe ich den Bernina-Stick erstmal nicht mitgekauft – ich wollte zunächst probieren, ob es auch mit herkömmlichen Sticks funktioniert, von denen ich bereits eine Menge besitze.

Hier mal meine Erfahrungen:
Das Wichtigste: Bei mir geht es mit jedem handelsüblichen USB-Stick. Bisher habe ich jeden Stick zum Übertragen der Stickmuster nutzen können, wenn ich die folgenden Dinge beachtet habe / getan habe:
1) Die Maschine mag nur Stickmuster auf dem Stick haben. Ist irgendeine andere Datei dabei, kann sie auch die Stickmuster nicht mehr lesen.
2) Kleine (weniger als 2 GB bei mir), leere USB-Sticks funktionierten vom Fleck weg.
Dann bekam ich heute diesen tollen Stick geschenkt:

Ist der nicht toll? (Den Stick gibt’s hier im Angebot) Aber der hat 8 GB. Und hat nicht sofort funktioniert, die Maschine weigerte sich zunächst, die Stickmuster, die ich auf ihm gespeichert hatte, zu lesen.

Da habe ich erfolgreich folgendes probiert:
3) Ich habe eine Stickdatei im ART-Format genommen (das kann im Zweifelsfall irgendein Freebie sein, nur ART muß es halt sein), habe die Software ArtLink gestartet (die gibt’s bei den Bernina Artista Maschinen dazu), meinen Rechner mit der Stickmaschine über USB-Kabel verbunden und in ArtLink folgendes gemacht:
a) die ART-Datei geöffnet
b) Auf die Maschine gespeichert (”File” -”Card/Machine write” anklicken), dabei als Ziel den USB-Stick ausgewählt, der dazu in der Stick-Maschine stecken muß!

Dann auf den Knopf mit dem blauen Pfeil klicken und die Datei wird vom Rechner auf den USB-Stick in der Maschine übertragen.
UND VON DIESEM MOMENT AN erkennt die Maschine den USB-Stick.

Alle diese Tips sind OHNE GEWÄHR!
Bei mir funktioniert es mit meinen Sticks und meiner Artista 640. Ob das mit allen Sticks und allen Artistas dieser Welt funktioniert, kann ich nicht sagen.
Sollte jemand meine Erfahrungen bestätigen können, würde ich mich sehr über einen Kommentar hier freuen – und natürlich auch, wenn jemand andere Erfahrungen gemacht hat.
WICHTIG: GROSSE USB-Sticks brauchen lange zum Einlesen!
Einmal in die Maschine gesteckt kann es eine ganze Weile dauern, bis die Maschine den ganzen großen Stick durchgeschmökert hat – also nicht gleich verzweifeln. Und wenn’s schnell gehen soll einen kleinen Stick (kleiner als 2 MB nehmen)…
Pfiffiger Nähtip: Fadensammler mit Nadelkissen und Utensilo

Ist das pfiffig? Ein Fadensammler mit Utensilo und Nadelkissen – die Anleitung gibt’s kostenlos hier.
Doodle-Blumen
Jetzt ist es ja angenehm trocken-kalt, aber noch vor wenigen Tagen war es zumindest hier bei uns naß und kalt und trüb und dreimal am Tag trapst ein naßer, schlammiger Hund in die Wohnung. Da war mir dann nach Farbe, nach Frühling, nach Blumen. Lange Rede, kurzer Sinn: Seit heute sind sie im Shop, die Doodle-Blumen:
Einmal im Set, aber auch alle einzeln:
Die Stickmuster kosten einzeln je 3 €, im Set zusammen € 10.
Verarbeitet habe ich sie auf einem Nicky-Kragen – ich habe ständig verspannte Nackenmuskeln und Nicky ist da prima…



Zugeschnitten habe ich ein Stück Nicky in der Größe 60 x 30 cm, bestickt mit vier der fünf Doodle-Blumen und dann der Länge nach in der Mitte rechts auf rechts gefaltet, die lange Naht geschlossen, das Ganze gewendet und schließlich die rückwärtige Naht geschlossen. Fertig. Nicky innen und außen, kein kratziges Rest-Fleece auf der Haut – alles prima.










