Redwork ist eine Sticktechnik, bei der auf weißem Stoff die Konturen des Motivs in rotem Stielstich gestickt werden.

Redwork

Durch den Kontrast des roten Garns auf dem weißen Hintergrund entsteht der typische Charme dieser Stickereien.

Besonders beliebt war diese Sticktechnik um 1880 in Europa und einige Zeit später auch in den USA. Das dafür verwendete Garn („Turkish Red“) war farbecht, was damals noch eine Besonderheit war. Damit war es besonders gut für Alltagsgegenstände geeignet, die häufig gewaschen wurden und auch sonst ein „hartes Leben“ hatten.

In Deutschland wurde zwischen 1870 und 1930 viel Redwork gestickt – allerdings hieß es damals noch nicht so. Es entstanden sowohl in den Haushalten des Bürgertums als auch in Arbeiterfamilien – unzählige Überhandtücher, Kissen, Servietten, Spruchtücher und vieles mehr.

In den USA wurden zusätzlich auch ganze Decken in dieser Technik bestickt.

Heute ist Redwork besonders bei Stickern in den USA wieder im Trend.

Redworkmotive werden möglichst „in einem Zug“ gestickt, ohne oder mit wenig Sprungstichen. Das macht sie wirklich interessant zum Digitalisieren!

Wie Sie Redwork-Stickdateien selbst digitalisieren, erkläre ich ausführlich mit vielen Bildern im Embird Studio Grundkurs.