Schwierige Frage! Da sie mir häufiger gestellt wird, hier mal meine Überlegungen dazu:

Es gibt reine Stickmaschinen und solche, die auch nähen können. Jede Art hat ihre Vor-, aber auch ihre Nachteile.

Kann eine Maschine beides, spart das Platz. Allerdings kann man dann entweder nähen oder sticken. Und wenn die Maschine mal zur Wartung muß, kann man garnichts tun – weder nähen noch sticken.
Meine Maschinen werden von Nähmaschinen Flach gewartet – dort gibt es folgenden Service: Man vereinbart einen Termin, bringt die Maschine vorbei, geht in Aschaffenburg bummeln und nimmt sie einige Stunden später direkt wieder mit nach Hause. In diesem Fall darf’s dann auch eine kombinierte Näh- und Stickmaschine sein.

Eine reine Stickmaschine braucht Extra-Platz, man kann gleichzeitig nähen und sticken. Und man kann die Maschinen nacheinander zur Inspektion geben und so immer entweder nähen oder sticken.

Maschinen mit nur einem 10 x 10 Rahmen sind den meisten Stickern bald „zu klein“. Hat einen der Stickvirus erstmal erwischt, will man immer mehr und vor allem auch groß im Format 13 x 18 sticken.

bernina stickmaschine

Unter Umständen sind daher Maschinen mit kleinem Rahmen günstig gebraucht zu kaufen – allerdings ist derzeit der Run auf Stickmaschinen so groß, daß auch gebrauchte Maschinen mit kleinem Rahmen oft hohe Preise erzielen.

Überlegen sollte man auch, wie die Dateien auf die Maschien kommen. Ich persönlich bevorzuge Maschinen, die eine USB-Schnittstelle haben (für ein Kabel oder einen Stick), so kann ich die Dateien direkt von jedem Computer auf meine Maschine übertragen, ohne eine teure Zusatzbox oder spezielle, seperat erhältliche Speicherkarten (die dann u.U. nur für einen Maschinentyp passen) verwenden zu müssen.

Wichtig war bei meiner Entscheidung auch, welche(s) Format(e) die Stickmaschine lesen kann.

Manche Bernina Stickmaschinen können nur Stickmuster im ART-Format verarbeiten und das kann (wohl aus urheberrechtlichen Gründen) nur mit Bernina-eigener Software erzeugt werden. Nicht alle Stickmuster-Shops bieten daher Stickmuster im ART-Format an. Und wenn man in anderen Formaten gekaufte Stickmuster selbst ins ART-Format umwandeln möchte, benötigt man dazu ebenfalls die entsprechende kostenpflichtige Software von Bernina.
Die aktuellen Aurora-Modelle (4xx) können neben art auch exp sowie viele andere gängige Formate lesen; die aktuellen Bernina Artista Modelle (6xx und 730) können neben Art auch Exp lesen.

Ins VIP-Format von Pfaff kann meines Wissens nicht mit kostenlosen Konvertierungsprogrammen wie Pulse Ambassador oder Wilcom Truesizer umgewandelt werden. Wer also selbst (zum Beispiel alte, schon mit der früheren Stickmaschine genutzte) Muster ins VIP-Format umwandeln will, muß Geld für Software ausgeben.

Eine Übersicht darüber, welche Stickmaschine welche Format benötigt, habe ich hier zusammengestellt.

Übersichten darüber, welche Software in welche Formate umwandelt/konvertiert, finden Sie hier für Pulse Ambassador, hier für Wilcom Truesizer und hier für Embird Basic.

Ich selbst habe eine Bernina Artista 640 und gebe sie nie wieder her…. ;-).

bernina stickmaschine