Kennen Sie dieses Phänomen? Sie konvertieren eine Stickdatei und urplötzlich sind die Farben vollkommen daneben? So zum Beispiel:

bunterwolf
Immer mal wieder werde ich gefragt, was man denn falsch gemacht habe, wenn z.B. eine pes-Datei ins exp-Format konvertiert wurde und das Ganze hinterher so komisch ausschaut.

Meine Antwort ist immer: Nichts haben Sie falsch gemacht!

Das Phänomen mit den völlig falschen Farben hängt mit dem Stickmaschinenformat zusammen.

Jedes Format verfügt über eine bestimmte Anzahl Farben – HUS zum Beispiel über 28, PES über knapp 60. Wenn jetzt beim Digitalisieren eine Farbe benutzt wird, die nicht in der jeweiligen Palette vorkommt, nimmt nimmt sich das Format eine “ähnliche” Farbe. Manchmal ist die gewählte Farbe wirklich ähnlich, oft aber nicht (einem Mitarbeiter würden Sie ins Zeugnis schreiben “hat sich stets bemüht”…).

Erinnern Sie sich an die Farbkästen in Ihrer Kindheit – manche hatten 12 Farben, andere 24. So ähnlich ist es auch mit den Stickformaten, nur dass man die Farben eines Stickmusters nicht selbst zudammenmichen kann. Wer 28 Farben hat, kann 28 Farben nutzen, wer 60 hat, kann 60 nutzen.

Die meisten Farben, die man beim Digitalisieren verwendet, übersetzen sich also nicht direkt in das Maschinenformat.

Ganz besonders verhält sich das Format EXP (Melco, Bernina) – es speichert keinerlei Farbinformationen. Wenn man es mit der Stickmaschine liest, lädt die eine Standard-Farbpalette – meist mit sehr mäßigem Erfolg.

Was hilft in einem solchen Fall? Ganz einfach: Die dargestellten Farben einfach ignorieren – entscheidend ist ja, welche Farbe Sie einfädeln.

Und mein Tipp für alle exp-Sticker: Konvertieren Sie Ihre Stickdatei auch nach pes und schauen Sie sich die Farblagen in Embird an.

Mehr Infos zum Konvertieren habe ich hier und hier zusammengestellt, weitere Infos zum Thema Farblagen gibt es hier.